Die Junge Union (JU) Lüneburg kritisiert die Stadt für ihre geplante Anhebung der Parkgebühren um 20 Cent und die Verkürzung der Höchstparkdauer auf eine Stunde im Innenstadtbereich.

Die Junge Union (JU) Lüneburg kritisiert die Stadt für ihre geplante Anhebung der Parkgebühren um 20 Cent und die Verkürzung der Höchstparkdauer auf eine Stunde im Innenstadtbereich. Die Stadt begründet ihren Vorstoß mit dem dort zu beobachtenden erheblichen Parkdruck und damit, dass der begrenzte Parkraum möglichst vielen Verkehrsteilnehmern zur Verfügung stehen solle. „Das kann aber nur ein vorgezogener Aprilscherz gewesen sein“, findet der JU-Kreisvorsitzende, Steffen Gärtner.

Zweifel hegt Gärtner insbesondere an der Begründung der Stadt. „Die Stadt erhöht die Parkgebühren wohl weniger aufgrund des Parkdrucks, sondern weil sie schlicht Geld braucht. Wenn die Stadt wirklich erst jetzt bemerkt haben sollte, dass es in der Innenstadt einen hohen Parkdruck gibt, dann würde ich mir als Bürger ernsthafte Sorgen machen. Der Parkdruck ist schon seit Langem spürbar und damit kein zwingender Grund für eine Erhöhung ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt. Die Stadt sollte den Bürgern hier reinen Wein einschenken, auch wenn der Kommunalwahlkampf an die Tür klopft“, erklärt Gärtner seine Position.

Auch die Begrenzung der Höchstparkdauer sieht der Kreisvorsitzende mehr als kritisch. Geplant ist sie wie die Erhöhung der Parkgebühr Hinter der Bardowicker Mauer, in der Reitende-Diener-Straße und am Marienplatz. „Allerdings geht die flächendeckende Begrenzung der Höchstparkdauer in diesen Bereichen zu weit. Das sind zu viele Parkplätze.

Die meisten Gäste des Kaufhauses Lüneburg wollen nicht durch ein bis zwei Geschäfte hetzen“, sagt Gärtner. Im Blick hat er dabei auch die Schröderstraße, wo die Wirte von Großraumlokalen mit Umsatzeinbußen zu kämpfen haben: „Eine restriktivere Handhabung der Höchstparkdauer würde wohl auch deren Situation verschlechtern“.

Unbestritten dürfte dagegen die verbesserungswürdige Parkplatzsituation in der Innenstadt sein. „Anstatt aber die bestehenden Parkplätze durch eine restriktive Höchstparkdauer für die meisten Menschen faktisch nutzlos zu machen, sollte die Stadt eher überlegen, wie sie allgemein mehr Parkraum schaffen kann“, sagt der Kreisvorsitzende. Gärtner weiter: „Dabei muss Lüneburg ähnliche Wege gehen wie Hamburg oder Kiel, die noch viel stärker auf Parkhäuser setzen. Die Verwaltung könnte prüfen, ob bereits bestehende größere Parkflächen für die Schaffung von Parkhäusern geeignet sind. Mir fällt hierbei der Parkplatz bei den Sülzwiesen ein. Ebenso könnte man über eine Aufstockung bestehender Parkhäuser nachdenken“.

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